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Italienische Haselnuss-Makronen: Brutti e Buoni belli aus KEXS

16. November 2014

Die Italiener sind ja Künstler der Kekse. Also vor allem, wenn man es etwas härter mag, wenn man das Spiel der Strukturen genießt und wenn man seinen Keks am liebsten zum Kaffee oder Amaretto genießt. Auch hier schaffen wir ein Spiel aus einer harten Schale und einem weichen Kern. Das Rezept kommt aus KE:XS, einem riesigen Standardwerk von Ilse König, Clara Monti und Inge Prader.

Das sind die Zutaten für die kleinen Amaretti der besonderen Art:

  • 100g geröstete, geschälte Haselnüsse
  • 50g geschälte Mandeln
  • 2 Eiweiß
  • 150g Zucker
  • 1 Spritzer Zitronensaft einer Bio-Zitrone
  • 1 TL ungesüßten Kakao
  • 1 TL abgeriebene Schale einer Bio-Orange
  • 1 EL Honig
  • 1 Prise Salz

Und so werden die „Brutti e Buoni belli“ gebacken:

Brutti e buoni KE:XS Makronen

1. Haselnüsse und Mandeln fein hacken. Eiwei0 mit 1 EL Zucker und Zitronensaft steif schlagen. Den restlichen Zucker, Kakao, Orangenschale, Honig und Salz unterrühren, zuletzt die gehackte Haselnüsse und Mandeln unterheben.

2. Backofen auf 150°C vorheizen. Blech mit Backpapier auslegen.

3. Die Nussmasse mit dem Handmixer bei mittlerer Geschwindigkeit über einem Wasserbad rühren, bis sie dick wird (dauert ca. 10 Minuten). Mit einem Löffel walnussgroße Teigbällchen auf das Backblech setzen.

4. Im Backofen ca. 30 Minuten backen, davon 10 Minuten unten, die restliche Zeit auf der mittleren Schiene.

KeXs_Innen

Einblick ins Buch (c) 2014 cbv

Brutti e Buoni heißt hässlich und gut – es deutet darauf hin, dass man sie unregelmäßig auf das Backblech aufbringt und somit kleine, eigenartige Hügelchen hat (so wie bei den üblichen Kokos-Makronen). Das Rezept heißt aber auch noch belli, also hübsch. Wir geben uns also, genauso wie die Autorin, Mühe, die Häufchen etwas regelmäßiger erscheinen zu lassen.

Apropos Mühe: genau diese habe sich auch die Autorinnen bei diesem wunderbaren Buch gegeben. Es bewegt sich wieder in Richtung Standardwerk, denn es gibt kaum einen Keks, den es hier drin nicht gibt. Dazu kommen riesige Fotos pro Rezept, eine einfache Erläuterung und immenses Buchformat, denn es ist größer A4.

Die Aufmachung lässt Liebe erahnen, denn nicht nur der wunderbare Leineneinband und das unglaublich dicke Papier ist liebevoll bedruckt, sondern sogar die Seitenränder. So weiß gleich jeder, was es in diesem Buch gibt: über 120 (verlässliche) Rezepte, die alle eines sind: „süß, salzig, köstlich“.

Brandstätter KE:XS

Wir haben schon mehr als ein Rezept versucht und sind immer wieder begeistert. Gerade für Weihnachten könnte dies hier ein Tipp sein, falls man nicht immer nur Butterplätzchen ausstechen will. Genießt dieses Buch, wir können es nur empfehlen. Daher versprechen wir euch auch mindestens ein weiteres Rezepte aus Ke:xs. Süß, salzig, köstlich.

 

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2 Kommentare

  • Reply Ilse König 9. Dezember 2014 at 10:00

    Danke für den Hinweis. Nichts liegt mir ferner als Rezepte abzuschreiben und den Autor nicht zu erwähnen. Rezepte nehmen aber manchmal einen wundersamen Lauf – ich hatte meines von meiner amerikanischen Freundin Brian, die es wiederum nach einem handgeschriebenen Rezept ihrer Cousine bäckt, woher diese das hat – sie erinnert sich nicht mehr genau…
    Werde gerne wo immer es möglich ist, die vermutliche Original- Herkunft, erwähnen. Herzliche Grüße Ilse König

  • Reply Guetzli mit Aprikosen und Zitronenthymian | Einfach Essen 27. November 2014 at 13:39

    […] Supplement Apricot, Sage and Cornmeal Cookies heissen die Guetzli, die Tim Mazurek 2009 in seinem Blog Lottie + Doof auftischte. Tim Mazurek hat das Rezept nicht selber erfunden. Gefunden hat er es im Kochbuch Paley’s Place Cookbook von Vitaly und Kimberly Paley. Nun hat ebendieses Aprikosen-Salbei-Cookies-Rezept in Ilse Königs kürzlich erschienenen Backbuch Ke:xs. Süss, salzig, köstlich Eingang gefunden. Ilse König hat gut gewählt, aber bescheiden verdankt. Ich finde das Rezept ebenfalls sehr fein und habe das ursprüngliche Rezept beibehalten. Lediglich den hier zu adstringierenden Salbei habe ich durch den lieblicheren Zitronenthymian ersetzt. Nichtsdestotrotz, Ilse Königs Ke:xs-Backbuch bietet ansprechend präsentiert viel süsses und herzhaftes Kleingebäck. Zum Beispiel: Pecorino-Haselnuss-Cantucci, Ciambelline, Walnuss-Petersilie-Sablés oder Brutti e Buoni belli. […]

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