#appletober, Eis, Mit Wort und Tarte

#APPLETOBER: GEHIRNWÄSCHE – Sorbetto mit Altenglischem Cider

22. Oktober 2013

Das heutige Rezept ist wunderbar für Halloween und die beiden Monate drumherum, denn es vereint die frische von Äpfel, den winterlichen Genuss von Zimt und ein wenig Alkohol für eine tolle Feier. ACHTUNG: dieses Eis ist nichts für schwache Nerven und Personen unter 18 Jahren. Das Sorbetto stammt aus „The Icecreamists – Exclusive Eiscreme und andere Laster“ von Matt O’Connor aus der Edition Fackelträger.

Das sind die Zutaten für 2 große Portionen (ca. eine Pinte)

  • 125 ml Wasser
  • 125 g extrafeiner Zucker
  • 300 ml trüben englischen Cider (Wenn ihr keinen trüben bekommt, nehmt ruhig normalen britischen Cider. Wir haben Magners Irish Cider genommen. Bei dieser Variante wird das Sorbetto etwas mehr wie Granita und eignet sich wunderbar zum genießen als Slushy 🙂 )
  • Saft einer Zitrone, plus 1 Teelöffel Schale
  • etwas gemahlenen Zimt
  • 2 schöne Äpfel zum Servieren

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1. Wasser in einen Topf geben und den Zucker hinzufügen. Bei schwacher Hitze zum Kochen bringen und regelmäßig rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Hitze reduzieren und 5 Minuten simmern lassen, dabei weiter umrühren, bis die Flüssigkeit zu Sirup wird.
2. Den Sirup in eine hitzebeständige Schüssel geben und ca. 30 Minuten lang zur Seite stellen, gelegentlich umrühren, bis die Masse auf Raumtemperatur abgekühlt ist. Die Mischung abdecken und möglichst über Nacht in den Kühlschrank stellen, bis sie gut durchgekühlt ist (mind. 4 °C).
3. Cider, Zitronensaft und Zimt zum Sirup hinzufügen und mit dem Pürierstab vermengen. Die Mischung in die Eiscrememaschine geben und gemäß den Herstelleranweisungen rühren. (Wer, wie wir, keine Eismaschine hat, kann die Hinweise unten befolgen, auch diese stammt aus dem Buch und ist wunderbar umzusetzen.)
4. Wenn der Rührvorgang beendet ist, das Sorbetto mit einem Löffel oder Spatel in einen Gefrierbehälter mit Deckel schaben. Gefrieren, bis die Eiscreme soweit gefroren ist, dass eine löffel- fähige Textur entstanden ist (mind. 2–3 Stunden).
5. Zum Servieren die Äpfel halbieren und mit einem Schäl- messer aushöhlen. Jede Aushöhlung mit Sorbetto füllen und vor dem Servieren mit Zitronenschale garnieren.

So geht’s auch ohne Eismaschine:
1. Befolgt die Schritte 1-3 von oben.
Mischung gemäß Anleitung kühlen und dann in ein Plastikgefäß geben, mit einem Deckel bedecken und 50 Minuten lang im Tiefkühler lassen.
3. Mischung aus dem Tiefkühler nehmen und mit einem elektrischen Rührgerät oder Pürierstab rühren, um eventuelle Eiskristalle zu entfernen. Zurück in den Tiefkühler stellen.
4. Mischung während der nächsten 2–3 Stunden alle 30 Minuten aus dem Tief- kühler nehmen und nochmals rüh- ren bzw. aufschlagen. Die Mischung schließlich solange im Tiefkühler las- sen, bis sie vollständig gefroren ist.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA 5. Zum Servieren die Äpfel halbieren und mit einem Schäl- messer aushöhlen. Jede Aushöhlung mit Sorbetto füllen und vor dem Servieren mit Zitronenschale garnieren.

Zum Autoren:

O’Connor ist knallharter Autor, politischer Aktivist und Londoner Eisdielenbesitzer. Seine 2009 im Souterrain des Londoner Kaufhauses Selfridges initiierte „God Save the Cream Guerilla-Punk Pop-up Eisdielen-Bar“ bescherte Matt O’Connor nicht nur einen gewaltigen Medienrummel und Rechtsstreit mit Lady Gaga, sondern vor allem den Icecreamists einen enormen Erfolg! Und seither hat er sich einer einzigen Aufgabe verschrieben: unsere kalte, grausame, gnadenlose Welt in ein lebensbejahendes Evangelium hausgemachter Eiscreme zu verwandeln. Seine Rezepte erinnern an Gruselgeschichten, Filmklassiker oder tolle Musik. Obwohl sie manchmal etwas unprätentiös wirken, sind sie beinahe idiotensicher und toll für zuhause geeignet.

Zum Buch: Die Aufmachung des Buches ist sehr hochwertig. Die Photos sind toll und sogar Vorwort und Erläuterungen sind beinahe fesselnd. Eine persönliche Note bekommt das Buch durch kleine Anekdoten aus O’Connors leben, die passend zum Rezept gebracht werden.

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Hier ein Beispiel zu diesem Rezept:

Mit Cider verbinden mich zahlreiche, nicht immer sanfte Erinnerungen, war doch meine Jugend mehr oder weniger geprägt vom einfluss etlicher fermentierter Äpfel. Meine Broomballkarriere nahm deshalb ein klägliches Ende während eines Wettbewerbs im Eisstadion im Broadbate Circle in der Londoner City im Jahre 1998. Broomball beinhaltet, dass ein apfelgroßer Ball mit einem dreieckigen Schläger durch den Eisring gestoßen wird, wobei die spieler Schuhe mit rutschfesten Gummisohlen tragen. Während die gegnerischen Mannschaften mit olympischem Furor an die Vorbereitung der Spieler gingen, kamen mein ver- storbener Geschäftspartner Peter und ich zu dem Schluss, dass unser ermattetes Team einer leistungsfördernden Substanz bedurfte, in diesem fall eines 10%igen trüben Ciders. Nach der fünften Flasche fühlten wir uns unbesiegbar. Im Eisring wurde uns der aufrechte Stand jedoch zum unüberwindlichen Verhängnis, und unsere Zuversicht löste sich auf in einer Orgie Cider-bedingten Gemetzels.

Ein weiteres Rezept aus „The Icecreamists“ haben wir hier für euch: Unser Gin-Tonic-Sorbetto

Viel Spaß mit dem Buch und dem Rezept wünschen,
Fräulein Anna und der Kuchenbäcker

Hier noch die Standardinfos zum Buch:
gebunden, farb. Abb.
160 Seiten, Format 19 x 24,5 cm
ISBN: 978-3-7716-4526-7
EUR 19,95
Werft hier einen Blick ins Buch!

Bilder vom Buch: © Octopus Publishing Group Ltd 2012 / Matt O’Connor / Edition Fackelträger

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